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Newsletter Ausgabe: Nr. 11/2009
vom 16. November 2009
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diesen Monat beschäftigen wir uns mit Themen aus der Finanzwirtschaft und haben - uns verbundene - Autoren gefunden, die sich mit bankfachlicher Kompetenz elementaren Aspekten der Finanzbranche widmen.
Zum einen geht es unter dem Motto "Weniger ist mehr" um den notwendigen Wandel der Banken und die Rückgewinnung des Vertrauens, welches die Banken über Jahrhunderte repräsentiert haben und welches in Misskredit (bankfachlicher Begriff?) geraten ist. Ein spannendes Thema, da das Thema Wachstum ("Mehr ist mehr"), auch wenn es als profitabel intendiert wird, manchmal der Opferaltar für Vermögen und Werte der Vergangenheit ist. Vor diesem Hintergrund ist häufig die Erwartung an die Zukunft eingesetzt worden, um Schulden der Vergangenheit durch Wachstum in der Zukunft zu refinanzieren. Diesem Streben nach "höher, schneller, weiter, globaler, größer" ist durch den zeitweisen Zusammenbruch eines Kerns unserer Wirtschaft, der Finanzwirtschaft, Einhalt geboten worden. Die Mechanismen des Marktes scheinen also noch zu greifen, aber die Opfer werden immer größer. Es sind Werte und Vermögen in unvorstellbarem Ausmaß verbrannt worden und das Feuer lodert noch immer!
Werte im Sinne von Substanz ist Gegenstand des zweiten Gastbeitrags.
Es geht um die Bewertung von bilanziellen Vermögen und die Ableitung von Risiken. Wie wir aus der Entwicklung der Finanzkrise wissen, sind Buchwerte höchst flüchtige Substanzen. Auf einmal entspricht das bilanzierte Anlagevermögen nicht mehr dem aktuellen (Kurs) wert. Im positiven Fall sind das stille Reserven und im negativen Fall aufzudeckende Verluste. Neue Begriffe wie "toxische Papiere", "Bad Bank" sind allgemeiner Sprachgebrauch geworden. Aber, ob diese Dinge normal sind, wollen wir hier nicht diskutieren.
its-people ist in diesem Zusammenhang anders. Das Geschäftsmodell ist zentriert auf das Kapital, welches sich nicht konjunkturell verflüchtigt und seinen Wert behält. Es sind die Menschen! Wir verbinden die betriebswirtschaftlichen Einsatzfaktoren Arbeit und Kapital in einem Maße, dass der innere Zusammenhang erhalten bleibt.
Und die inneren und immateriellen Werte können sowieso nicht bilanziert werden, unterliegen damit auch nicht der Abschreibungspflicht (Buchwertverlust?!). Wenn Expertise und Kompetenz bilanziert werden könnten, wäre das eine enorme Aufdeckung von stillen Reserven von its- people. Allerdings wäre dieser spontane Gewinn nicht durch den spontanen Zufluss echter Finanzmittel gedeckt. Schade eigentlich!
Deshalb haben wir eine langfristige und nachhaltige Vision, denn langfristig kapitalisieren sich unsere Assets ganz sicher.
Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen, einen schönen restlichen November und ...
immer die richtigen Menschen in Ihren Projekten!
Herzliche Grüße
| Thomas Algermissen |
Thomas Kraemer |
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Thomas Algermissen

Thomas Kraemer |
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Inhaltsverzeichnis |
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Die Bestandsbewertung von Finanzprodukten durch Auslagerung an einen Dienstleister
(Autor: Norman Falkenberg, Bereichsleiter Asset Management Operations,
Value & Risk AG)
Einführung
Lloyd Blankfein schrieb am 9. Februar in der Financial Times: "If more institutions had properly valued their positions and commitments at the outset, they would have been in a much better position to reduce their exposures". Der Vorstandschef von Goldman Sachs stellt mit dieser Behauptung eine Anforderung an gutes Risikomanagement auf, nämlich, daß Finanzinstitute jederzeit den aktuellen Wert ihrer Positionen kennen sollten. Seitens der Aufsicht und des Bilanzrechts existieren natürlich entsprechende Forderungen, ein wirkungsvolles Risikomanagement sollte darüber hinaus gehen. Selbst wenn die einschlägigen Vorschriften dies nicht explizit fordern, so sollte die Geschäftsführung eines Finanzdienstleisters für die eigenen Bestände an Finanzinstrumenten stets genau den aktuellen Wert und das damit verbundene Risiko kennen. Für die Risikoermittlung sind zusätzlich portfolio-orientierte Analysen von hoher Bedeutung.
Für zwei Kategorien von Finanzinstrumenten ist die Bewertung besonders kritisch:
Illiquide Produkte, für die trotz verhältnismäßig einfacher Struktur kein aussagekräftiger Marktpreis existiert. Erschwerend kommt hinzu, daß Marktpreise oft nur für ein bestimmtes Volumen gelten. Für die Bewertung ist daher eine große Marktnähe wichtig, oder es ist auf spezialisierte Marktdatendienste (für "Evaluated Prices") zuzugreifen.
Komplexe Produkte, die entweder aus mathematischen oder aus juristischen Gründen komplex zu modellieren sind. Das hierfür erforderliche quantitative Wissen sollte durch mehrjährige marktnahe Erfahrung ergänzt sein. Komplexe Produkte können sich auch auf komplex zu modellierende Assetklassen beziehen (Inflation, Energie, Fracht, etc.).
Beide Kategorien stellen das Institut, das solche Instrumente im Bestand hat, vor besondere Herausforderungen und Kosten, um alleine schon den rechtlichen Mindestanforderungen (MaRisk, Bilanzrecht) zur zeitnahen Bewertung, Ergebnisermittlung und Kommunikation der Risiken zu genügen. Doch wie kann eine adäquate Bestandsbewertung der Finanzprodukte erfolgen?
Die Ermittlung des sogenannten Fair Values erfolgt gemäß einer dreistufigen Hierarchie. Der Fair Value ist in erster Linie marktpreisorientiert zu ermitteln. Daher ist im ersten Schritt zu prüfen, ob für den zu bewertenden Vermögenswert (bzw. die Passiv-Position) ein aktueller Marktpreis zum oder nahe dem Bewertungsstichtag verfügbar ist; hier spricht man von einer Bewertung nach "Mark to Market". Bei der Ermittlung des Marktpreises ist vor allem der "Principal Market" für das Produkt zu betrachten, d.h. der Markt mit der höchsten Liquidität. Gibt es allerdings keine aussagekräftigen Preise oder sind lediglich Marktpreise geringer Qualität verfügbar, das heißt von nicht ausreichend liquiden Märkten, so ist im zweiten Schritt alternativ der Marktpreis eines vergleichbaren Werts zu verwenden. In diesem Fall spricht man von "Mark to Matrix". Sind auch solche Preisnotierungen nicht verfügbar, so fällt die marktpreisbasierte Bewertung aus, und statt des "mark to market" ist im dritten Schritt die modellbasierte Bewertung - "mark to model" - einzusetzen. Hier wird auf Grundlage anerkannter finanzmathematischer und kapitalmarkttheoretischer Bewertungsmodelle mit deren benötigten Marktdaten ein (hypothetischer) Marktpreis ermittelt. Mark to Model wird fast ausnahmslos bei komplexen OTC-Derivaten oder –strukturen eingesetzt.
Praktische Umsetzung
Die praktische Umsetzung hängt zu einem großen Teil vom gewählten Bewertungsansatz ab. Beim Mark to Market-Verfahren sind vor allem aktuelle und marktnahe Marktdaten zu beschaffen. Marktdaten sind zu beziehen, zu speichern, ihre Qualität ist über statistische Verfahren zu sichern und ihre Marktnähe ist zu verifizieren. Die Marktnähe ist dabei nicht nur über die gängigen Informationssysteme für Marktdaten zu erreichen. Zur Verifikation sind flankierend weitere Quellen, Handelsplattformen und Makler heranzuziehen.
Für Mark to Market-Bewertungen sind neben den reinen Markt- auch sogenannte Referenzdaten notwendig. Referenzdaten umfassen die Standardwertpapierparameter, wie z.B. Emittentendaten, Zinsmethoden, Zinskalender, Poolfaktoren, außerdem Corporate Actions und die Präzisierung der rechtlichen Einheit, auf die sich z.B. ein CDS bezieht. Referenzdaten sind besonders wichtig bei der Mark to Matrix-Methode, denn hier sind die zu einem Wertpapier vergleichbaren Werte (mit höherer Liquidität) zu führen. Ebenfalls wichtige Referenzdaten sind Ratings.
Für die Mark to Matrix-Methode ist zu jedem illiquiden Wertpapier eine geeignete Menge vergleichbarer, aber liquider Werte vorzuhalten. Mit diesen spezifischen Referenzdaten werden dann die Marktwerte ermittelt und plausibilisiert.
Modelle sind für das Mark to Model-Verfahren unabdingbar. Auch wenn komplexe mathematische Verfahren im Zuge der Finanzkrise wiederholt kritisiert wurden, so sind dennoch am Markt anerkannte und verwendete Modelle ein adäquater (und oft der einzige) Weg, Näherungswerte für Marktpreise zu ermitteln. Die Modelle sind hier in der einschlägigen Literatur beschriebene Verfahren (siehe z.B. 2)). Wichtig ist allerdings die Anpassung des Modells an die Marktgegebenheiten, die Kalibrierung. Nur ein ausreichend kalibriertes Modell kann Modellwerte liefern, die gute Approximationen für Marktpreise sind.
Die Modelle für die Mark to Model-Bewertung benötigen meist auch errechnete Marktdaten. Zur Ableitung von errechneten Marktdaten wie Zinskurven, Volatilitätsflächen, Korrelationen etc., sind diese über mathematisch-statistische Verfahren zu bestimmen. Diese Verfahren sind oft mathematisch sehr komplex; gleichzeitig ist oft ein gutes Maß an Pragmatismus nötig: beispielweise kann man die Volatilitätsfläche für den portugiesischen Aktienindex PSI-20, die nicht überall vollständig ableitbar ist, mit "Stücken" aus der spanischen Fläche für den liquideren IBEX-35 ergänzen und kommt so zu aussagefähigen Approximationswerten.
Für Mark to Model sind deutlich weitergehende Referenzdaten für die Modellierung notwendig. Neben weiteren Stammdaten benötigen manche Modelle für Aktienderivate auch Schätzungen für Corporate Actions; CDS-Bewertungen brauchen die Präzisierung des Risikos, auf das sich ein CDS bezieht und die zugehörigen Ratings.
Outsourcing der Bewertung
Aus gestiegenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen und der in außergewöhnlichen Marktsituationen deutlich gewordenen Notwendigkeiten, die Eigenbestände an Finanzprodukten vorausschauend und wirkungsvoll zu steuern, erwachsen hohe Anforderungen an die Kompetenz und die Infrastruktur in diesem Bereich – mit steigenden Kosten und Risiken in der Umsetzung. Ein Ansatz, diesen Anforderungen zu begegnen, ist die Bewertung an einen darauf spezialisierten, neutralen Dienstleister auszulagern. Der Wert dieser Geschäftsidee speist sich aus folgenden Aspekten:
Know How: es ist aufwändig, das hoch spezialisierte Software-Entwicklungswissen (Financial Engineering) verbunden mit der notwendigen Architektur- und Prozessexpertise aufzubauen und vorzuhalten. Dies kann zu signifikanter Kostenexplosion in Projekten und einer kontinuierliche Überforderung der Fachabteilungen führen. Des Weiteren erspart ein ausgelagerter Bewertungsdienst den Kunden hohe Kosten für (qualitätsgesicherte) Roh- und abgeleitete Marktdaten sowie für Infrastruktur.
Fertigungstiefe: Die genannten Aufgaben sind typische Unterstützungsaufgaben, die hohe Qualifikationen in unterschiedlichen Bereichen erfordern, die von allen Finanzdienstleistern geleistet werden müssen und die dennoch keine Wettbewerbsvorteile bewirken. Es ist also die klassische Aufgabe eines hoch qualifizierten Zulieferbetriebes.
Skaleneffekte: Da viele Finanzinstitute gleiche oder strukturell ähnliche Finanzprodukte im Bestand halten, kann eine zentrale Bewertungsinstanz eine Implementierung eines neuen Produktes (verbunden mit der Datenabbildung, den Modellen etc.) bei einmaliger Umsetzung für viele Kunden nutzen und bei Weitergabe des Kostenvorteils Skaleneffekte für die Kunden erzeugen.
Allein durch die Synergie können hierdurch auf einfache Weise Kosten reduziert werden. Bei der durch Value & Risk am Markt angebotenen, effizienten Lösung, dem Bewertungsservice "RiVaService", besteht die Kundenschnittstelle im täglichen Transfer der Positionsdaten und die Rückübermittlung der bewerteten Positionen inklusive der erforderlichen Risikokennziffern, Griechen, etc. Der Dienstleister übernimmt dabei neben der eigentlichen Bewertung auch die Bereitstellung der mathematischen Modelle, der Bewertungsbibliotheken sowie die Qualitätssicherung der Markt- und Referenzdaten. Der Kunde kann sich auf die hohe Qualität und Unterstützung der täglichen Prozesse verlassen und so auf die eigentliche Steuerungsaufgabe, dem Management der Risiken konzentrieren.
Fazit
Arthur Schopenhauer hat schon weise erkannt: "Meist belehrt erst der Verlust über den Wert der Dinge." Leider haben viele Marktteilnehmer die Wahrheit dieser Erkenntnis in den eigenen Büchern erfahren dürfen. Eine frühzeitige marktgerechte Bewertung hätte zumindest die Möglichkeiten zum Absichern der Verlustrisiken oder zum rechtzeitigen Verkauf von Positionen aufgezeigt. Im Spannungsfeld von steigenden regulatorischen Anforderungen, erhöhter Notwendigkeit Bestände aktiv zu steuern und Kostendruck, erweist sich die Auslagerung als ein zukunftsfähiger Weg den Anforderungen auf günstige Weise gerecht zu werden.
1) Mindestanforderungen an das Risikomanagement – MaRisk. Rundschreiben 5/2007 vom 30.10.2007
2) John C. Hull. Options, Futures, and Other Derivatives, 7th Ed. Prentice Hall, 2008.
3) Gleichlautender, erweiterter Artikel von Dr. Matthias Leclerc und Karsten Wohlenberg, Value & Risk AG
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Aus der Praxis für die Praxis |
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Weniger ist mehr - Die Banken im Umbruch?
(Autor: Martin Niemann, Leiter Produkte & Dienstleistungen, Bank Julius Bär Europe AG)
"Weniger ist mehr" lautete in den frühen 80ern des vergangenen Jahrhunderts der Leitartikel im Geschäftsbericht einer deutschen Großbank. Hierbei ging der Verfasser insbesondere auf die Rolle des Staates in einer sozialen Marktwirtschaft ein. Die Schlussfolgerung war, dass die Kräfte des Marktes ausreichend wären, um die Ziele des magischen Vierecks (angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum, Preisniveaustabilität, Vollbeschäftigung und außenwirtschaftliches Gleichgewicht) zu erreichen. Es sei völlig ausreichend, wenn der Staat die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Verfügung stelle. In der gleichen Dekade nahm das gleiche Institut zur immer wieder aufkommenden Diskussion über die "Macht der Banken" Stellung. Hier lautete das Resümee, dass Macht an und für sich nichts Schreckliches sondern ein wesentlicher Bestandteil unserer gesellschaftlichen Grundordnung sei. Macht sei durchaus etwas Gutes, Macht bedeutet Verpflichtung, Macht bedeutet Verantwortung, Macht bedeutet, wenn nicht dem Begriff der Herrschaft zugeordnet, Können, Fähigkeit und Vermögen.
Vor dem Hintergrund, dass noch bis in die 90iger Jahre den Banken eine besondere Bedeutung in der Volkswirtschaft zugerechnet wurde, mit der Verantwortlichkeit für den Geldkreislauf und die Kreditversorgung der Wirtschaft, war es auch klar, dass den Banken besondere Bilanzierungsmöglichkeiten gegeben werden mussten, damit in guten Jahren Polster für weniger gute Jahre gebildet werden konnten. Die zentrale Rolle der Banken ist auch heute noch gegeben, allerdings wurde mit dem Einzug des Investment Banking in das deutsche Bankensystem die Leitlinie des Shareholder Value (der Marktwert des Eigenkapitals) und die Abkehr von der Bildung stiller Reserven aus dem Angelsächsischen übernommen. Seit dem ist die Zielgröße von 25% Eigenkapitalrendite weltweit die Benchmark. Leitsätze, die die Banken in nahezu aller Welt in den vergangenen 2 Jahren in Bedrängnis brachten und einige zwischenzeitlich den Ruin. Sind es nicht die Banken, die immer wieder gebetsmühlenartig verkünden, dass hohe Erträge nur durch das Eingehen hoher Risiken möglich ist?
"Weniger ist mehr"! Wenn man betrachtet, welche ursprüngliche Idee hinter dem Bankgeschäft steckt, dann gilt dieser Satz mehr denn je. Global Player, Hedge Funds, Subprime, exotische Hebelprodukte, Lehman Brothers, Madoff stehen für eine Entwicklung die letztendlich unbeherrschbar wurde. 75% der Bevölkerung haben den Eindruck, dass die Banken heute genauso agieren wie vor der Krise. Wenn dem so ist, ist dies sehr bedenklich.
Es ist an der Zeit, das Bankgeschäft neu zu definieren.
Krisen haben immer etwas Heilsames. Krisen haben immer etwas Reinigendes. Krisen bieten Chancen. Nehmen wir einmal an, dass wir die Klimaveränderungen stoppen können, der Kampf um Ressourcen (Wasser, Rohöl, Nahrung) nicht notwendig wird und die Kluft zwischen Arm und Reich verringert werden kann. Welches Potenzial ergibt sich für Banken bei der Finanzierung von ökologischen Energieprojekten, bei der Finanzierung der maroden Infrastruktur in den entwickelten Ländern oder auch den Aufbau von ressourcenschonender Infrastruktur in den aufstrebenden Ländern? Energie- und Klimatechnologie werden die Wachstumsmotoren für den Maschinen- und Anlagenbau werden.
Positive Erfahrungen mit dem Thema Mikrofinanz sollten uns ermuntern, verstärkt in Projekte der sogenannten Dritten Welt zu investieren, damit die Welt sich zu einer emanzipierten Völkergemeinschaft entwickeln kann. Die Themen "Nachhaltigkeit" und "sinnvoll investieren" werden an Bedeutung gewinnen. Gerade wenn wir das Thema Nachhaltigkeit betrachten, so ergeben sich hier zahlreiche Möglichkeiten für die Banken. Ökologische Nachhaltigkeit, mit dem Ziel, Natur und Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten, ökonomische Nachhaltigkeit mit dem Ziel einer dauerhaft tragfähigen Wirtschaftsweise sowie die soziale Nachhaltigkeit mit dem Ziel einer dauerhaft lebenswerten Gesellschaft sind hier stellvertretend zu nennen. Banken, die bereits heute diese Themen für sich erkennen, werden im Wettbewerb eher bestehen, als Finanzinstitute die auf den ausgetretenen Pfaden weiter gehen. Vielfach ist es Eigenkapital von privaten Investoren, das in die genannten Projekte fließt. Um ein wie vielfaches schneller ließen sich diese Ziele verwirklichen, wenn die Banken im Rahmen Ihrer Kreditfinanzierungsmöglichkeiten ebenfalls zur Verfügung stünden. Im April 2009 schätzte der Internationale Währungsfonds die aus der Finanzkrise entstandenen Verluste aus Krediten und verbrieften Wertpapieren auf etwa vier Billionen US-Dollar. Welche Projekte weltweit hätten mit diesem vernichteten Geld entwickelt werden können?
Fraglich ist, ob Banken und Investoren eine Eigenkapitalverzinsung von 25% benötigen. Fraglich ist auch, ob die Geschäftsmodelle der Banken in den letzten 20 Jahren zielführend waren. Weniger ist eben doch manchmal mehr. Weniger Staat ist sicher möglich, wenn die Banken sich wieder ihrer Verantwortung erinnern und mehr Bank ist sicher auch möglich wenn die Institute endlich wieder ihre Kunden und nicht die Spekulation in den Mittelpunkt stellen.
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Interner Partner
Roland Melzer, its-people Hochtaunus GmbH
Roland Melzer verstärkt seit 01.10.2009 das Team der its-people Hochtaunus. Er ist ein Data Warehouse- und BI-Experte mit weitreichender Erfahrung im Oracle- und DB2 Datenbanken-Umfeld. Hierbei hat er sich spezialisiert auf ETL-Prozessmodellierung, Report-Design und Datenmodellierung. Er verfügt über Berufserfahrung in den Branchen Informationstechnologie, Automobil und Telekommunikation. In den letzten Jahren war er verstärkt im Bankenumfeld tätig. Mit dem Eintritt zum its-people Verbund ist Roland Melzer in die Selbständigkeit gewechselt. Er verfügt über einen Studienabschluss in Anglistik und Geschichtswissenschaften an der WWU Münster und lebt mit seiner Familie am Stadtrand von Hamburg in Ahrensburg.
Weitere Informationen erhalten Sie gerne unter roland.melzer@its-people.de
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