Deutlich schneller - Migrationsprojekte durch Nearshore

von Alexander Scholz (Kommentare: 0)

© Paul Pirosca – Fotolia.com Paul PiroscaNearshore Entwicklung kann nicht nur bei Neuentwicklungen ein interessanter Ansatz sein, sondern ist auch bei komplexen Migrationsprojekten ein sinnvoller Ansatz.

Hier eine „Case Study“: Bei einem großen Logistikdienstleister wird noch eine Altanwendung in Forms 6.0 eingesetzt. Its-people plant diese Anwendung mit Hilfe von iQuest als Nearshorepartner zu migrieren.

Welchen Vorteil bringt dieser Ansatz und wie wird er konkret umgesetzt?

Bei der Anwendung handelt es sich um eine Stammdatenverwaltung bestehend aus etwa 250 Forms Masken und Reports, die in einer NT4.0 Umgebung laufen. Neben der hohen Anzahl an Masken, sind vor allem umfangreiche Aufrufe von Windows NT 4.0 Libraries für die Komplexität der Anwendung verantwortlich. Auch wenn die Forms Masken relativ einfach strukturiert sind, scheidet eine Migration aufgrund der komplexen Logik und der direkten Verzahnung mit dem Betriebssystem aus. Anstelle einer Migration ist stattdessen eine komplette Neuentwicklung basierend auf Java RCP und Windows 7 geplant.

Nearshore Entwicklung vergrößert das Team

Die komplexe Aufgabenstellung erfordert ein Team mit sehr breit gefächerter Expertise. Für die Analyse der Altanwendung werden neben Knowhow im Bereich Forms 6.0 und Oracle PL/SQL auch Kenntnisse in C++ und Windows Libraries benötigt. Für die Entwicklung der neuen Anwendung sind zusätzlich Java Kenntnisse und Erfahrung in der Entwicklung von Client Anwendungen erforderlich. Auch wenn der gesamte Entwicklungsumfang noch nicht endgültig abgeschätzt ist, wird mit einem Aufwand von einigen tausend „Manntagen“ ausgegangen.

Um hier die Entwicklungszeit möglichst kurz zu halten, bedarf es eines entsprechend großen Teams. Diese Teamstärke kann its-people zusammen mit iQuest aufbringen und so die Migration mit hoher Qualität in relativ kurzer Zeit durchführen.

Analyse und Entwicklung aufteilen

Das gesamte Projekt lässt sich in die zwei Teile „Analyse der Altanwendung“ und „Entwicklung der neuen Anwendung“ aufteilen. Ein erster Durchstich durch die Anwendung hat gezeigt, dass in der Analyse besonders auf nicht mehr benötigte Programmlogik geachtet werden muss. Diese kann für die Neuentwicklung entfallen und spart damit Entwicklungskosten. Die Analyse erfolgt durch its-people. Aufgrund der laufenden Projekte bei dem Kunden in den letzten Jahren, sind hier schon umfangreiche Kenntnisse in der Prozesslogik zwischen der Altanwendung und den laufenden Anwendungen vorhanden. Außerdem steuert its-people das erforderliche Know-how im Bereich Forms Entwicklung und C++ Programmierung bei.

Die Neuentwicklung wird von iQuest übernommen. Auch hierbei steuert iQuest eine tiefgehende Expertise in Forms und C++ Programmierung bei. Der wesentliche Teil liegt aber in der Java Expertise für die Erstellung der neuen Masken mit Java RCP. Der Nearshore Ansatz wird durch die Aufteilung von Analyse und Entwicklung möglich.

Während für die Analyse eine kleines Team mit intensiven Kenntnissen der Prozesslogik erforderlich ist, ist für eine rasche Umsetzung ein größeres Entwicklungsteam mit breitem Expertenwissen notwendig.

Der Vorteil des Nearshore Ansatzes liegt also nicht in einer möglichst kostengünstigen Umsetzung, sondern in der Vergrößerung des Teams und damit in einer viel schnelleren Umsetzung.

 

Quellen: Foto by Fotolia. Urheber: Paul Pirosca

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