Newsletter 05/2017

Liebe Leser und Abonnenten,

Anwendungsentwicklung - nach wie vor für mich ein wahnsinnig spannendes Feld! Doch wie bleibt man bei so einem breiten Thema am Ball? Manch einer liest am liebsten Bücher, eine andere stürzt sich immer zuerst auf das Kapitel 'New Features' in der Dokumentation. Manche besuchen Schulungen, andere lesen Blogs. Und dann gibt es natürlich noch verschiedene Konferenzen, bei denen Entwickler und Anwender zusammentreffen, um sich über aktuelle Themen zu informieren.

Wir haben dieses Mal gleich zwei Berichte über verschiedene Konferenzen der letzten Monate dabei.  Zum einen ein Bericht von der Premiere der Oracle Code, der ersten reinen Entwicklerkonferenz von Oracle, zum anderen ein Bericht über die Konferenzen der Oracle User Groups in Norwegen, den Niederlanden und Deutschland. Bei allen Veranstaltungen waren its-peopler als Speaker dabei!

Als Aussteller werden wir vom 26.-28. Juni auf der Europäischen TDWI in München sein. Dies ist die führende Messe für Business Intelligence Anbieter und bietet dem Fachpublikum die Möglichkeit, sich über aktuelle Trends auf diesem Gebiet aus erster Hand zu informieren.

Ein völlig anderes Thema, nämlich Virtual und Augmented Reality, steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die im Juni in Hamburg stattfindet. Der its-people Partner Jörg Osarek beschäftigt sich dort mit der Frage, wie sich diese Technologien in eine Business Strategie einbinden lassen, und wird in seinem Fachvortrag darüber berichten.

Außerdem erwartet Sie Teil 3 der Serie „Industrie 4.0“ von Torsten Zimmermann und das Expertenwissen unseres Mitgliedes Caspar Berger, welches für neue Herausforderungen offen ist.

Zum Ende dann noch ein weiterer Blick in die nahe Zukunft:

Im Herbst steht natürlich wieder die Konferenz + Ausstellung der Deutschen ORACLE-Anwendergruppe an. Im Bereich Development sucht die DOAG Vorträge zu den Oberthemen 'Moderne UIs', 'DB Development' und 'Enterprise Architecture'. Vielleicht haben Sie interessante Fälle aus der Praxis, über die Sie berichten möchten? Bis zum 1. Juni können noch Abstracts eingereicht werden - nicht nur für Development sondern auch für die anderen Streams wie z. B. Datenbank, DWH & BI, Infrastruktur, Middleware und Strategie & Business Practices.

Und nun wie immer: Viel Vergnügen beim Lesen unseres Newsletters!

Sabine Heimsath
Portfolio Manager Anwendungsentwicklung its-people GmbH

Aktuelles

Reisezeit!

Autor: Sabine Heimsath, Portfolio Manager Anwendungsentwicklung, its-people GmbH

Das erste halbe Jahr 2017 war vollgestopft mit Reisen zu mehreren Konferenzen, die sich zwar alle um Oracle-Produkte drehten, aber trotzdem völlig unterschiedlich waren.

Anfang März - OUGN

Im März durfte ich zwei Lieblingsvorträge beim OUGN Spring Seminar halten. Die Konferenz der norwegischen Oracle User Group findet an zwei Tagen statt - am ersten zwischen Oslo und Kiel; am zweiten zwischen Kiel und Oslo. Ich war noch nie auf einem solch großen Schiff wie der Color Fantasy und war entsprechend beeindruckt. Blöd nur, dass ich einen Teil des ersten Tages verschlief, weil ich völlig überflüssigerweise prophylaktisch Tabletten gegen Reiseübelkeit eingenommen hatte! Das störte auch ein wenig die Kommunikation beim Dinner. Wenn ich mich nur erinnern könnte, worum es ging...

Immerhin schaffte ich es vor dem Einschlafen noch, meinen Vortrag zu PL/Scope zu halten. Es handelte sich um eine Premiere, da ich das allererste Mal Demos auf der ein paar Tage zuvor veröffentlichten VM mit Oracle 12.2 präsentieren konnte! Realistisch betrachtet ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber im kleinen Universum der PL/SQL-Entwickler ein Meilenstein, da SQL-Statements im PL/SQL-Code nicht mehr wie bisher bei der Analyse ignoriert werden, sondern ebenfalls beim Kompilieren mit vielen Zusatzinformationen in die Metadaten eingehen. Traumhafte Zustände!

Die Herausforderung beim Vortrag am zweiten Tag bestand darin, eine Auswahl aus den Highlights der SQL Developer Features zu treffen, die den Zuhörern am meisten Nutzen bieten. Dem Feedback nach zu urteilen ist das durchaus gelungen, aber wie immer war die Zeit natürlich zu kurz für die vielen kleinen und großen Produktivitätsbooster!

Mein Kollege Robert Marz präsentierte viele Demos beim Vortrag Scripting mit SQLcl. Die Beispiele waren zwar möglichst einfach gehalten, aber die Fülle an Möglichkeiten, die der SQLPlus-Nachfolger in Kombination mit verschiedenen Skriptsprachen bietet, sind einfach überwältigend! In seinem zweiten Vortrag stellte Robert das REST Interface des OVM Managers vor und zeigte, wie sich damit die Verwaltung und das Reporting automatisieren lassen.

Ende März - APEX world

Die APEX world in Rotterdam (wieder ein Schiff, aber ein stationäres) kannte ich bisher nur aus der Besucherperspektive. Dieses Mal war ich aber mit einem eigenen Vortrag dabei. Letzter Tag, letzter Slot - für mich nicht so ganz entspannt, da eine Konferenz für mich immer erst richtig nach meinem letzten Vortrag losgeht ;-)

Trotzdem: Einige Präsentationen konnte ich ansehen, zum Beispiel die Keynote von Mike Hichwa, der uns auf eine Zeitreise von den ersten Anfängen mit WebDB mitnahm, dann über den Neustart mit HTMLDB bis zu APEX und zukünftigen Entwicklungen. Es bleibt aufregend!

Ein interessantes und wichtiges Thema behandelte Dietmar Gabauer: Wie führt man Entwickler an APEX heran? Je nachdem, welche Voraussetzungen mitgebracht werden, sollte man unterschiedliche Ansätze wählen.

In meinem eigenen Vortrag ging es um Code-Instrumentierung in PL/SQL, ein Thema, das schon lange schwelt, aber doch meistens mit sehr geringer Priorität angegangen wird. Dabei gibt es inzwischen mehrere sehr gute Open Source Frameworks, die man sich zumindest beim Aufsetzen eines neuen Projektes näher ansehen sollte. Unabhängig davon gibt es einige Empfehlungen, die sich auch ohne den Einsatz eines ganzen Frameworks umsetzen lassen.

Anfang Mai - APEX connect

Nach einem ruhigen April, in dem nur eine DOAG-Delegiertenversammlung lag, stand im Mai die APEX connect in Berlin an. Am Bahnsteig warteten schon unsere Frankfurter Meetup Kollegen, so dass die Reisezeit zwar nicht produktiv, aber sehr kommunikativ verging! Im für seine Farbenfreude berüchtigten nhow Hotel gab es dann abends noch mehr bekannte Gesichter; viele der internationalen Teilnehmer waren schon eingetroffen.

Ein gütiger Mensch hatte ein Einsehen gehabt und mich mit einem Vortragsslot am ersten Tag bedacht, in dem ich wieder über mein Lieblingstool SQL Developer schwärmen durfte. 'Erster Tag' kann allerdings auch bedeuten, dass man die Erste ist, die das Fehlen eines HDMI-Adapters bemerkt. Das führte leider zu einer leicht abgekürzten Demo. Doch nach dem Feedback, das von vielen Seiten kam, habe ich es wohl geschafft, auch den alten Hasen einige nützliche Dinge zu zeigen.

Robert Marz demonstrierte dieses Mal, wie man Datenbanklinks durch REST, JSON und ORDS ersetzen kann, und welche Vor- und Nachteile man sich damit einhandelt.

Meine Highlights waren - neben der Aussicht und der phantastischen Essensauswahl - wieder einmal der kurze und unkomplizierte Draht zu den Oracle-Mitarbeitern und die Gespräche mit dem Rest der Community (auch wenn ich ein paar Menschen vermisst habe), die immer wieder neue Denkanstöße geben und tolle Lösungen ermöglichen.

Auch - und gerade - die Vorträge zu den Themen, zu denen man selbst präsentiert, sind unheimlich spannend, weil sie teilweise eine völlig andere Herangehensweise beinhalten. Ein besonders gutes Beispiel war der hervorragende Beitrag von Philipp Salvisberg zu PL/Scope. Zum selben Thema hatte ich später noch eine Diskussion, die wie so häufig mit einer harmlosen, kleinen Frage begann und sich dann in viele weitere hochinteressante Gebiete ausweitete...

Sehr lohnenswert waren auch bei der Connect die Keynotes, von denen ich hoffe, dass die angekündigte Veröffentlichung durch die DOAG demnächst erfolgt.

Fazit

Man muss natürlich nicht drei Konferenzen in drei Monate quetschen. Aber es ist immer noch etwas anderes, ob ich ein Buch oder einen Blog lese oder mich aus meinem gewohnten Umfeld heraus bewege, um neue Impulse zu bekommen. Daher lohnt es sich schon, ab und zu persönlich eine Veranstaltung zu besuchen - sei es das Meetup 'um die Ecke', eine Schulung oder eine Konferenz - es muss ja nicht gleich im Ausland sein.

Premiere: Die Oracle Code in Berlin

Autoren: Michael Künzner & Christian Rogge, Senior Professionals, its-people GmbH

© its-people.de

Michael Künzner und Christian Rogge haben am 24. April 2017 erstmalig die „Oracle Code“ in Berlin besucht und berichten hier von ihren Eindrücken.

Es gab dort auf der Messe reichlich Informationen, um Eindrücke von neuen Trends zu gewinnen. Zum Hands-On-Lab musste sich allerdings angemeldet werden, sodass wir zu den abgehaltenen Docker und Cloud Sessions nichts sagen können.

Verschiedene Fachthemen

Im ersten Vortag zeigte Oracle, dass man auch ein Pendant zu Alexa & Siri hat - das nennt sich nur Chatbots.

Der einzige reine SQL-Vortrag beschäftigte sich mit der Erkennung von Betrugsversuchen. Die Live-Demo präsentierte hierzu Beispielüberweisungen, die mittels der RegExp-Funktionalität nach gewissen verdächtigen Mustern untersucht wurden.

Ein Mitarbeiter des Goethe-Institutes aus Frankfurt zeigte eine visuelle Programmentwicklung von GUIs, wobei die textuellen Änderungen parallel sichtbar wurden.

Die Kaffeepausen und die Mittagspause boten reichlich Gelegenheit zum Networking. Nebenbei konnte man sich an einigen wenigen Infoständen die Zeit vertreiben.

Der Nachmittag startete mit "Java im Web Browser". Hier wurde gezeigt, wie einfach damit ein Chat-Server aufgebaut werden kann, den alle Teilnehmer mit ihren Handys nutzen konnten.

Ein etwas theoretischer Vortrag handelte von der testgetriebenen Entwicklung, um nicht seine Projektziele aus den Augen zu verlieren.

© developer.oracle.com/code

Die Oracle Datenbank für "all your data"

Ab Oracle Version 12c ist es problemlos möglich, JSON Datenstrukturen in der Oracle Datenbank zu speichern und mit Hilfe von SQL auszuwerten. Anders als bei XML, bei dem die Datenbank einen eigenen Datentyp anbietet, werden JSON Datenstrukturen ganz einfach in einem VARCHAR2, CLOB oder BLOB einer Oracle Tabelle abgespeichert. Um diese Funktionen zu nutzen, sind keine zusätzlichen Installationen oder Konfigurationen erforderlich. Die Funktionen sind mit allen Standard Funktionen der Datenbank verwendbar, und stehen auch in allen Datenbank- und Cloud- Editionen zur Verfügung.

Beim Zugriff über die SQL und PL/SQL Schnittstelle stehen Funktionen und Operatoren für Zugriffe über JSON Pfad Ausdrücke bereit. Indizierung von JSON Datenstrukturen, sogar linguistische und relationale View Generierung sind möglich. Umgekehrt funktioniert auch die Erstellung von JSON Objekten auf relationalen Daten der Datenbank. Die Oracle Botschaft ist, wenn der Kunde schon Oracle einsetzt, kann er sie bequem als JSON Speicher nutzen und muß nicht extra eine Spezialdatenbank, wie z.B. MongoDB verwenden.

Moderne Anwendungen und relationale Datenbanken

Carsten Czarski ging in seinem Vortrag auf die modernen Programmierumgebungen im Oracle Umfeld ein. Neben der bereits bekannten browsergestützten Programmierumgebung APEX, werden auch JavaScript und die REST Services immer wichtiger.

Um letztere für die Oracle Datenbank bereitzustellen, ist auf einem Applikationserver wie z.B. WLS, Glassfish oder Tomcat, der "Oracle REST Data Service" ORDS zu implementieren.

Dieser Datenservice stellt die Kommunikation zur Oracle Datenbank, sowie zur Oracle NoSQL Datenbank sicher. Nach der Konfiguration der Datenservices stehen die REST Kommandos GET (selektiert), POST/PUT (Daten schreiben) sowie DELETE (Zeilen löschen) auf Tabellenebene zur Verfügung.

Für JavaScript Programmierer steht eine Schnittstelle über Node.js und eine Oracle Client Library zur Verfügung. Die Installation ist einfach. Oracle Client installieren (am besten "Instant Client"), Umgebungsvariablen setzen und node-oracledb installieren (npm install). Der Programmierer kann dann die Funktionen der Oracle OCI Schnittstelle in seinen JavaScript Programmen verwenden.

Fazit

Die Vorträge auf der Oracle Code waren stark von Oracle Mitarbeitern geprägt und auch sehr Java-lastig. Insbesondere die beiden Präsentationen von Carsten Czarski "Moderne Anwendungen und relationale Datenbanken? Natürlich!" und der Vortrag von Ulrike Schwinn "Heterogene Datenspeicherung in der Oracle Datenbank 12.2 am Beispiel von JSON" waren deshalb natürlich Produktpräsentationen der Oracle Datenbank.

Beide Präsentationen zeigten aber letztendlich sehr schön, dass die 30 Jahre alte Datenbank von Oracle immer noch mit der Zeit geht, und offen ist für moderne Programmierkonzepte und Sprachen, sowie für neue Datenobjekte wie z.B. JSON.

Veranstaltungen

Europäische TDWI Konferenz

vom 26. bis 28. Juni 2017 in München

© tdwi.eu

Wir sind Aussteller auf dem größten Messeplatz für BI-Anbieter.

Informieren Sie sich an 3 Tagen über die neuesten Trends und Entwicklungen im Bereich Business Intelligence, Analytics und Data Warehousing. Besuchen Sie its-people am Messestand sowie die zahlreichen Anwenderforen, Roundtables und Schulungen. Wir freuen uns auf interessante Gespräche mit Ihnen!

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Virtual Reality/Augmented Reality Excellence Days

am 27. und 28. Juni 2017 in Hamburg

VR & AR in Unternehmen. Monetarisieren, aber wie? Die Einsatzmöglichkeiten von VR & AR als Geschäftsmodell sind vielfältig, aber nicht immer so einfach, wie es auf den ersten Blick wirken mag. Dennoch kann die richtige Integration helfen, die Marke und das ihr entgegen gebrachte Vertrauen zu stärken und auszubauen.

Am 28. Juni um 9.55 Uhr hält unser Partner Jörg Osarek bei der Google Deutschlandzentrale in Hamburg einen Vortrag zum Thema: „Wie nutzen Sie die Kraft der drei immersiven Wellen VR/AR/USEMIR für Ihr Business?

Zum Vortrag

Virtual Reality (VR) ist nur die erste der drei Wellen des Visual Computings, die in den nächsten Jahren anrollen. Nach der VR Welle folgen Augmented Reality (AR) und Ubiquitous SEnsory MIxed Reality (USEMIR). Jede Welle erzeugt ihre eigene Integrationsphase mit heutigen Enterprise-Systemen und erweitert und transformiert diese fundamental. Um von diesen Erweiterungen profitieren zu können, müssen Firmen ihre Immersive-Business-Strategie mit ihrer IT-Architektur-Strategie synchronisieren. In diesem Vortrag werfen wir einen komprimierten Blick auf die kritischen Erfolgsfaktoren für das Erreichen der immersiven Business-Ziele.

© VR/AR Excellence Days

Zum Autor

Jörg Osarek erstellte seine erste Enterprise VR Applikation 1998. Sein 3D-Animation-Hintergrund reicht bis in die späten 1980er zurück. Seit 2012 ist er intensiv in der neuen Ära von Virtual und Augmented Reality aktiv und fokussiert sich auf VR/AR Analytics, Cinematic VR, VR/AR Business Trainings und -Projekte.

Jörg Osarek ist Keynote Speaker und IT Management Consultant für "Game Changing Technologies". Er ist Gründer des Skilltower Institute, das für seine Kunden Themen einige Jahre vor dem Mainstream aufgreift und ihnen den Business-Nutzen sowohl strategisch als auch in Hands-On Proof of Concepts erschließt.

Jörg Osarek arbeitet seit 1992 im IT-Consulting und wurde 2003 Mitbegründer des its-people IT Consulting Verbunds. Er ist Autor mehrerer Bücher über Consulting und den Impact von IT auf unsere Zivilisation. In Kundenprojekten unterstützt er sowohl beim Erstellen interaktiver virtueller Welten und VR Production Pipelines, bei deren Integration mit Enterprise Systemen als auch bei deren Automatisierung und Virtualisierung.

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Berichte & Informationen

Industrie 4.0 – Nichts ist stetiger als der Wandel

Autor: Torsten Zimmermann, IT-Experte für Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Prozesse, its-people GmbH

Teil 3, Die Herausforderung

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Notwendigkeit der holistischen Betrachtungsweise, wenn man eine Organisation auf Industrie 4.0 umstellen möchte. Das heißt konkret, dass eine horizontale und vertikale Integration aller Prozesse und Organisationseinheiten erfolgen muss. Wenn dies nicht beachtet wird, so lassen sich Synergien innerhalb der eigenen Organisation sowie mit seinen Geschäftspartnern, Alleinstellungsmerkmale der Produkte wie auch Dienstleistungen und Zusatznutzen für Kunden nicht umfänglich entwickeln, beziehungsweise realisieren.

Gerade im Zeitalter der Globalisierung gewinnen diese Aspekte zunehmend an Bedeutung. Da hier im wahrsten Sinne des Wortes jeder Stein umzudrehen und zu hinterfragen ist führt dies oft zum Neuaufbau von Organisationen, Strukturen, Geschäftsregeln und Prozessen. Ich erwähnte ja bereits den Terminus vom „disruptiven Geschäftsmodell“. Die neuen Funktionalitäten, die intelligente, vernetzte Systeme möglich machen, können den Schwerpunkt des Unternehmensangebots vom Produkt zur Dienstleistung verlagern. Auf jeden Fall wird die Bedeutung von Dienstleistungen im Vergleich zu heute zunehmen.

Im Rahmen der Unternehmensstrategie muss das Management festlegen, welche Bedeutung Produkte im Vergleich zu Dienstleistungen innerhalb des Unternehmensportfolios haben sollen. Dabei könnten Dienstleistungen als Produkt-Add-On, als Elemente eines Serviceportfolios welches gleichwertig neben dem Service-Produktportfolio existiert, oder als zentrale Lösungen mit nachgelagerten Produkten positioniert werden. Die strategische Entscheidung sollte auf Basis des vorherrschenden Marktkontextes und -erwartungshorizonts im jeweiligen Marktsegment getroffen werden.

Ich erwähnte den Synergie-Begriff. Sind hier Kosten- und Zeitvorteile gemeint? Das ist möglich, aber nicht nur: Verbesserungen bezüglich Flexibilität, Kundenbindung, Transparenz, Qualität, Prognose und Arbeitsidentifikation stellen oft die Motivation für Transformationen nach I 4.0 dar. Wenn wir Dienstleistung sagen, so meinen wir oft Software. Der Softwareanteil in den Produkten verändert die Märkte und Produkte schneller in einem rasanten Wachstum.

Wie kann hierbei das Unternehmen die Veränderungen zweifelsfrei erkennen und erfolgreich darauf reagieren?

Diese Frage stellt agile Ansätze in den Fokus. In der Softwareentwicklung kennt man beispielsweise Scrum und Software Kanban als Vertreter agiler Entwicklungsmethoden. In der Industrieproduktion ist beispielsweise Kanban weit verbreitet. Jetzt halten diese Methoden Einzug in alle Organisationseinheiten und -strukturebenen eines Unternehmens. Auch in Bereichen jenseits der Produktion. Damit wird klar, dass die erfolgreiche Einführung von Lean Management als bereichsübergreifende Unternehmensphilosophie die Voraussetzung für Industrie 4.0 ist.

Wird nun aber jedes Industrieunternehmen zu einem Softwarehersteller? Oder sollte der betreffende Entwicklungsbereich in eine Tochter- oder Schwestergesellschaft ausgelagert werden?

Und die Möglichkeiten, welche aktuelle Technologien offerieren, scheinen grenzenlos zu sein. Unzählige Fragen tun sich hier auf. Welcher Weg würde denn die erfolgreichste Strategie mit bestem Zukunftspotential repräsentieren? Zentral ist hierbei immer die Bewertung der verschiedenen Strategien nach deren Sinnhaftigkeit oder Nutzlosigkeit zu hinterfragen. Es gilt auch hier: die gute Herausarbeitung des Kundennutzens und der Business Cases verbessert nachhaltig die Erfolgschancen einer Transformation auf Industrie 4.0.

Wohin geht nun die Unternehmensorganisation der Zukunft? Dieses Thema wird im nächsten Teil dieser losen Serie behandelt.

Fortsetzung folgt.

Link Teil 1

Link Teil 2

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